Wenn der Umweltschutz in Rauch und Qualm verpufft

Veröffentlicht am 08.01.2025 in Fraktion

Wie teuer ist die Silvesternacht für die Stadt? 

Während die einen das Böllern zum Jahresende als Riesenspaß betrachten, sind mehr und mehr Bürger genervt von der Knallerei, dem Gestank, der Luftverpestung und dem liegengelassenen Müll. Denn für die Gaudi der einen leiden alle - beginnend bei den vermehrt geforderten Rettungskräften, über die Natur bis hin zum ignorierten Umweltschutz. 

„Wir haben deshalb eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gestellt, in der wir hinsichtlich dieser Punkte ein wenig mehr Klarheit in die immer wieder aufkommende Debatte bringen möchten“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der SPD, Ulrike Mitzel. Allein der wirtschaftliche Aufwand, der im Nachgang betrieben werden muss, sei beträchtlich. 

Weil die Rettungskräfte um diese Zeit des Jahres überdurchschnittlich gefordert sind und am ersten Morgen des Jahres jede Menge zusätzlicher Müll die Straßen verunreinigt, werde dabei jeder einzelne Bürger – wenn auch indirekt - zur Kasse gebeten, ob er geböllert hat oder nicht. Diese Summen, die nun die Verwaltung darlegen soll, muss von der Stadt aufgebracht werden. „Und das sind wir alle, die Bürgerinnnen und Bürger von Baden-Baden.“ 

Dabei sind die Risiken durch Sachschäden, die in besonders schützenswerten Gebieten wie etwa im Wald oder im Zusammenhang mit denkmalgeschützten Gebäuden entstehen, noch nicht einmal berücksichtigt, erklärt die SPD- Fraktionsvorsitzende weiter.

„Wir stellen deshalb explizit eine ganze Reihe von Fragen an die Verwaltung“, So möchte SPD-Stadtrat Sven Bohnert im Auftrag der Fraktion etwa wissen, ob es in der vergangenen Silvesternacht zu relevanten Ereignissen kam, die einen Feuerwehreinsatz zur Folge hatten. Obendrein sei es wichtig zu erfahren, wie sich angesichts der unübersehbaren Verschmutzungen der Reinigungsaufwand verhält, der obendrein noch an einem Feiertag, dem 1. Januar, von städtischen Kräften betrieben werden muss. „Gerade was diesen Punkt betrifft, erreichen uns immer wieder Klagen der Bürger.“ Hieraus ergeben sich weitere Fragen. „Nach welchen Kriterien erfolgt die Reinigung der öffentlichen Flächen? Werden bei der Beseitigung des Mülls Bereiche der Stadt Baden-Baden priorisiert gereinigt? Wenn ja, welche und in welcher Priorisierung?“ 

Fragen wie diese soll nun das Rathaus beantworten, in der Hoffnung darauf, dass die Diskussion um ein mögliches Böllerverbot vorangebracht werden kann. 

Obendrein sei es durchaus bedenklich, dass Jahr für Jahr quasi in einer Nacht mehr als 4000 Tonnen Feinstaub in die Luft geblasen werden. „Zugleich aber bemühen wir uns alle darum, dass genau diese Werte zurückgefahren werden, sei es durch den Einsatz von E-Bussen und E-Autos oder etwa durch nachhaltige Energiegewinnung.“ Das stehe in keinem Verhältnis, unterstreicht Ulrike Mitzel die Dringlichkeit der Anfrage und dem hieraus abzuleitenden Handeln. Gez. Ulrike Mitzel SPD-Fraktionsvorsitzende

Download: Die Anfrage der SPD-Fraktion zum Thema Silvester und Kosten Feuerwerk

 

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