In der aktuellen Diskussion um den Standort des Zentralklinikums bezieht Stadtrat Sven Bohnert unmissverständlich Stellung gegen die Argumente der Bürgerbegehren-Initiatoren. In seiner Entgegnung kritisiert er insbesondere den Versuch, die über 11.000 gesammelten Unterschriften als Mehrheitsmeinung der Stadt darzustellen. Zudem betont er die sachliche Grundlage der Entscheidung für den Münchfeldsee und warnt vor irreführenden Aussagen, die Unsicherheit schüren. Hier die Stellungnahme im Wortlaut.
Stellungnahme von Sven Bohnert
Die im Gemeinderat abgegebene Stellungahnme der Initiatoren des Bürgerbegehrens bedarf der Entgegnung und Klarstellung einiger Punkte, die in der Diskussion um den Standort des Zentralklinikums von entscheidender Bedeutung sind.
Zunächst einmal ist es bedenklich, dass die Initiatoren des Bürgerbegehrens den Eindruck erwecken, die über 11.000 Unterschriften würden den Willen der gesamten Bürgerschaft widerspiegeln. Bekanntlich ist die Einwohnerzahl der Stadt Baden-Baden um ein vielfaches höher, was Herrn Hirsch sicher nicht verborgen geblieben ist.
Es ist wichtig zu betonen, dass eine Unterschrift nicht automatisch eine fundierte Meinung oder eine umfassende Kenntnis der komplexen Sachlage bedeutet. Die Entscheidung für den Standort eines Zentralklinikums erfordert eine sorgfältige Abwägung aller relevanten Faktoren, die über die bloße Anzahl der Unterschriften hinausgehen.
Die Behauptung, dass die Entscheidung des Gemeinderats den Willen der Bürger ignoriert, ist nicht nur unzutreffend, sondern auch respektlos gegenüber den demokratischen Prozessen, die wir in unserer Stadt etabliert haben. Der Gemeinderat hat sich intensiv mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Standorte auseinandergesetzt und ist zu dem Schluss gekommen, dass der Münchfeldsee der geeignetste Standort ist.
Diese Entscheidung basiert auf fundierten Analysen und nicht auf Spekulationen oder populistischen Äußerungen. Darüber hinaus ist es inakzeptabel, dass einige Stadträte als „ungeeignet“ bezeichnet werden, nur weil sie eine andere Meinung vertreten.
Demokratie lebt von Vielfalt und dem respektvollen Austausch unterschiedlicher Ansichten. Anstatt andere zu diffamieren, sollten wir uns darauf konzentrieren, konstruktiv zusammenzuarbeiten und die besten Lösungen für unsere Stadt zu finden.
Die wiederholte Behauptung, dass es am Münchfeldsee keine Möglichkeit für ein Klinikum ohne Querspange gibt, ist nicht nur unbegründet, sondern ignoriert die realistischen Planungen und Entwicklungen, die bereits in die Wege geleitet wurden.
Wir müssen uns auf Fakten stützen und nicht auf unbelegte Ängste, die nur Verwirrung stiften. Ich fordere alle Beteiligten auf, sich auf die sachliche Diskussion zu konzentrieren und die Bürgerinnen und Bürger umfassend und objektiv zu informieren. Es ist unsere Pflicht, die besten Entscheidungen für die Gesundheit und das Wohl unserer Stadt zu treffen, und das erfordert eine ehrliche und transparente Auseinandersetzung mit den Fakten.
Lassen Sie uns gemeinsam an einem Strang ziehen, um die bestmögliche Lösung für das Zentralklinikum zu finden, anstatt uns in persönlichen Angriffen und unbegründeten Vorwürfen zu verlieren.