Erfolg für SPD-Fraktion: Laufende Unteruchungen zum Bau einer Fahrradbrücke über die Bundesstraße 500

Veröffentlicht am 30.08.2020 in Fraktion

Grundlage unseres Antrages war der Vorschlag des leider allzu früh verstorbenen AdFC-Aktivisten Günther Beile.

Kein „Fahrradtausendfüßler“ am Eingang der Innenstadt

 

Nachdem die SPD-Fraktion im Juni 2018 einen Antrag für eine kombinierte Fußgänger- und Fahrradbrücke gestellt hatte, liefen erfreulicherweise bei der Stadtverwaltung die Untersuchungen zur Realisierungsmöglichkeit einer solchen Brücke an. Mittlerweile gibt es sogar den Antrag für die Teilnahme an einem Wettbewerb, der die Finanzierung der Maßnahme sichern könnte.

Dies rief den ADFC Vorsitzenden Ralf Neininger auf dem Plan. Aber anstatt die Lösung der SPD-Fraktion zu unterstützen, schlug er den Fraktionen des Gemeinderates eine wahnwitzige Lösung vor, die keinerlei Realisierungschancen hat.

Dies war Anlass für Stadtrat Werner Schmoll, eine Anfrage an den zuständigen Ersten Bürgermeister Uhlig zu stellen. Lesen Sie hier die Anfrage im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Uhlig,

wir begrüßen die Initiative der Verwaltung sich um Fahrrad-Fördermittel des Bundes bewerben zu wollen, mit denen ein mehr als zwei Jahre zurückliegender SPD-Antrag zum Bau einer Radfahrer-Brücke beim Verfassungsplatz umgesetzt werden könnte.

Unser Antrag sah vor, dass ein Fahrradweg über eine langezogene Rampe entlang der B 500 bis zum Portal des Michaelstunnels geführt werden sollte, wo man mit einem sehr stadtverträglichen Brückenbauwerk über die Bundesstraße und auf die anderen Seite in die Hector-Berlioz-Anlage beim Festspielhaus gelangen könnte, ohne dass dieser beeinträchtigt werden muss.

Mit unseren Vorschlägen griffen wir seinerzeit die Idee des leider allzufrüh verstorbenen AdFC-Aktivisten Günther Beile auf, dessen Brücken-Fotomontage wir in unserem Antrag mit verwenden durften.

Die Fahrradbrücke war auch Gegenstand eines Vororttermins mit Ihnen und Herrn Basse, in dessen Vermerk vom 30.04.2020 die Teilnahme an dem Modellprojekt bereits angekündigt wurde.

Mittlerweile versucht aber der AdFC-Vorsitzende Ralf Neininger die Fraktionen des Gemeinderates in Gesprächen von einer eigenen Brückenversion zu überzeugen, die sich als eine Art „Tausendfüßler“ in entsprechender Höhe vom Eichelgarten über den Busparkplatz und den Verfassungsplatz bis zum Festspielhaussee schlängeln soll.

Bedeutet die Formulierung in Ihrer Presseerklärung zur Bewerbung der Stadt, „in Abstimmung mit dem ADFC“, dass Sie den Brückenideen von Herrn Neininger näher treten wollen?

Bitte geben Sie mir Auskunft darüber, welche Version Sie im Interessenbekundungsverfahren des Modellvorhabens „Leuchtürme des Radverkehrs“ beim Bundesverkehrsministerium eingereicht haben. 

Die Vorstellung, dass am westlichen Innenstadteingang, kurz vor dem Festspielhaus, ein riesiges Betonbauwerk enstehen soll, halte ich politisch für nicht vermittelbar, gerade wenn man weiß, dass es eine Alternative gibt, die wesentlich billiger ist und sich fast unsichtbar in die bestehende Landschaft einfügt.

Mit freundlichen Grüßen,           

Werner Schmoll

 

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